So funktioniert der Kauf über ein Treuhandkonto

Beim Kauf von Neuware aus Insolvenzmassen schützt ein Treuhandkonto beide Seiten. So läuft die Abwicklung Schritt für Schritt — und worauf Sie achten sollten.
Warum ein Treuhandkonto
Sie zahlen nicht an einen unbekannten Verkäufer, sondern auf ein überwachtes Treuhandkonto. Der Betrag wird treuhänderisch verwahrt und erst nach Ihrer schriftlichen Bestätigung der ordnungsgemäßen Lieferung freigegeben — nicht vorher.
Die Verwertung erfolgt unter Aufsicht des Amtsgerichts. Das gibt Ihnen die Sicherheit, dass jeder Schritt nachvollziehbar dokumentiert ist.
Sicherheit entsteht nicht durch Vertrauen allein, sondern durch einen nachvollziehbaren, schriftlich dokumentierten Ablauf.
Der Ablauf Schritt für Schritt
Zuerst fragen Sie die gewünschte Ware an und erhalten ein verbindliches Angebot mit Rechnung. Anschließend überweisen Sie den Betrag auf das Treuhandkonto — in der Regel innerhalb von zwei Werktagen ab Rechnungsdatum.
Nach Zahlungseingang wird die Ware versendet, üblicherweise in zehn bis vierzehn Werktagen. Erst nach Ihrer schriftlichen Bestätigung wird der Betrag freigegeben; für die Prüfung haben Sie vierzehn Kalendertage Zeit.
Ihre Absicherung
Die treuhänderische Verwahrung stützt sich auf die §§ 80 und 159 InsO. Hinzu kommen Ihr Widerrufsrecht nach § 355 BGB und die Gewährleistung nach § 434 BGB.
Alle Schritte werden schriftlich bestätigt. Stimmt etwas nicht, wird der Betrag nicht freigegeben.