Mo–Fr 10:00–18:00 Uhr · Else-Lang-Str. 1, 50858 Köln

Eigenverwaltung: Wann sie sich für Unternehmen lohnt

Konferenzraum mit Sanierungsunterlagen — Sanierung in Eigenverwaltung
Sanierung · Quentin Insight

Die Eigenverwaltung erlaubt es Unternehmen, sich unter eigener Leitung zu sanieren — statt die Kontrolle vollständig aus der Hand zu geben. Wann sich dieser Weg lohnt und wo seine Grenzen liegen.

Was Eigenverwaltung bedeutet

In der Eigenverwaltung nach den §§ 270 ff. InsO bleibt die Verwaltungs- und Verfügungsbefugnis bei der bisherigen Geschäftsführung. An die Stelle eines Insolvenzverwalters tritt ein vom Gericht bestellter Sachwalter, der das Verfahren überwacht, aber nicht die Geschäfte führt.

Ziel ist die Sanierung des Unternehmens aus eigener Kraft — häufig im Rahmen eines Insolvenzplans, der mit den Gläubigern abgestimmt wird. Der Betrieb läuft währenddessen weiter.

Wann sie sich lohnt

Geeignet ist die Eigenverwaltung vor allem für Unternehmen mit einem im Kern tragfähigen Geschäftsmodell, einer belastbaren Liquiditätsplanung und kooperativen Gläubigern. Entscheidend ist eine frühe Antragstellung — bevor die Mittel vollständig aufgebraucht sind.

Wer zu spät handelt, verliert den wichtigsten Vorteil: Gestaltungsspielraum. Je früher das Verfahren vorbereitet wird, desto eher gelingt die Sanierung.

Eigenverwaltung ist kein Selbstläufer — sie verlangt Vorbereitung, Transparenz und das Vertrauen der Gläubiger.

Die Rolle des Sachwalters

Der Sachwalter prüft die wirtschaftliche Lage, überwacht die Zahlungsströme und berichtet dem Gericht sowie den Gläubigern. Er greift nicht in das Tagesgeschäft ein, kann aber widersprechen, wenn Maßnahmen den Gläubigerinteressen zuwiderlaufen.

Für die Geschäftsführung bedeutet das: Verantwortung bleibt, aber unter Aufsicht. Transparenz ist deshalb keine Kür, sondern Voraussetzung.

Sanierung in Eigenverwaltung prüfen?

Wir bewerten, ob dieser Weg für Ihr Unternehmen tragfähig ist — frühzeitig und vertraulich.

Beratung anfragen ← Zurück zum Blog